Beschneidung: Kölner Urteil

15-07-2012 von Radioredaktion

Groß ist aktuell die Aufregung um das Thema Beschneidung vor allem in jüdischen Kreisen – von der europäischen Rabbinerkonferenz bis zu Vertretern der jüdischen Gemeinden vor Ort. Sie alle empören sich über ein Urteil des Kölner Landgerichts, bei dem es eigentlich um einen muslimischen Jungen ging.
Wir versuchen so kurz und so juristisch korrekt wie möglich, den Fall zu rekapitulieren: Der muslimische Junge wurde im Alter von vier Jahren beschnitten, so wie es im Islam Brauch ist. Es kam zu einer Nachblutung. Der Junge ging mit seiner Mutter ins Krankenhaus. Der behandelnde Arzt hatte den Eindruck, die Mutter sei nicht einverstanden mit dem Eingriff und verständigte die Polizei. Der juristische Apparat kam in Bewegung, der Vorwurf der „gefährlichen Körperverletzung“ stand im Raum. Vor dem Amtsgericht wurde der Arzt zunächst frei gesprochen. Es ging aber weiter mit der nächsten Instanz, dem Kölner Landgericht.
Zu welchem Urteil der dortige Richter kam, berichtet Petra Langer. Außerdem wird die liberale Rabbinerin Elisa Klapheck aus Frankfurt das Urteil aus ihrer Sicht kommentieren.

Download MP3 (4:12min, 4MB)

Alle Kommentare RSS

Ihr Kommentar

No audio file allowed