Neuer UN-Beauftragter für Religionsfreiheit

15-08-2010 von KNA-Hörfunkredaktion

Am meisten hat es wohl Heiner Bielefeldt selbst überrascht: Der UN-Menschenrechtsrat hat ihn zum neuen UN-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit ernannt. Seit diesem Monat soll der 52-jährige Deutsche der UN-Vollversammlung zwei Mal im Jahr über die Lage der Religionsfreiheit in der Welt berichten – und durch Länderbesuche prüfen. Erfahrungen in diesem Bereich konnte der studierte Theologe Bielefeldt unter anderem als langjähriger Direktor des Deutschen Menschenrechts-Instituts erwerben. Die größte Gefahr für die freie Religionsausübung besteht nach Bielefeldts Ansicht in Staaten, die sich mit einer bestimmten Religion identifizieren – etwa in konservativen islamischen Ländern wie Iran, Pakistan oder Saudi-Arabien. Aber auch Ereignisse in europäischen Ländern, wie das Burkaverbot in Frankreich, sieht Bielefeldt mit Skepsis.
Stefan Klinkhammer berichtet.

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