Vor der Entscheidung: Warum die Kirche gegen Präimplantationsdiagnostik ist

04-07-2011 von KNA-Hörfunkredaktion

In der kommenden Woche wird es ernst: Dann will der Bundestag abschließend über die künftige Regelung von Gentests an Embryonen in der Präimplantationsdiagnostik (PID) debattieren und entscheiden – und das nur nach Gewissen und ohne Fraktionszwang. Drei Anträge liegen vor, zwei davon sind für eine Zulassung der PID in engen Grenzen, eine ist für das strikte Verbot.
Bei der PID werden im Reagenzglas erzeugte Embryonen zunächst auf Gendefekte untersucht und im Fall von Schäden vernichtet. Die katholische Kirche fürchtet, dass es durch die PID zur Selektion und Tötung von Embryonen kommt und sieht einen klaren Verstoß gegen den Lebensschutz und das Grundgesetz. Zudem fürchtet sie, dass das Angebot der PID auch schnell weitere Nachfragen wecken kann. Nachdrücklich appellieren die Bischöfe deshalb an die Abgeordneten, die PID zu verbieten.
Gottfried Bohl berichtet.

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