Uraufführung: "Die andere Seite"

26-09-2010 von Radioredaktion

Gestern abend startete das Würzburger Mainfrankentheater in die neue Spielzeit – und das gleich mit einer Welturaufführung. „Die andere Seite“ – eine nagelneue Oper mit phantastischem Inhalt: die Geschichte einer merkwürdigen Reise an einen merkwürdigen Ort. Das Ganze war gleichzeitig auch Bestandteil der Aktion „Endspiel 2010 – Würzburger Apokalypse“, veran-staltet von der Diözese Würzburg, eine Auseinandersetzung mit Endzeitvisionen, Weltuntergangsprophezeiungen und der christlichen Vorstellung von den „letzten Dingen“ zwischen Leben und Tod.
Der Chef des Mainfrankentheaters, Hermann Schneider, hat den Text zu der neuen Oper geschrieben – Lothar Reichel hat sich mit ihm darüber unterhalten.

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Das Große Welttheater (Teil 1)

18-07-2010 von Radioredaktion

Lange hat es in Würzburg keine große Freilichttheater-aufführung mehr gegeben. Was angesichts der vielen malerischen Kulissen in der Stadt eigentlich schade ist. Doch ab heute abend findet wieder Theater unter freiem Himmel statt – und zwar auf dem Kiliansplatz zwischen Dom und Neumünster. Bis zum 31. Juli wird dort das „Das große Welttheater“ gespielt – ein spanisches Stück aus dem 17. Jahrhundert mit religiösem Inhalt. Lothar Reichel hat sich mit Regisseur Bernhard Stengele über die vielen Fragen unterhalten, die dieses Stück aufwirft – zum Beispiel, ob sich der Autor Calderón de la Barca hätte vorstellen können, daß man sein Stück Jahrhunderte später noch einmal spielen würde, in einer ganz anderen Zeit als der seinen.

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Das Große Welttheater (Teil 2)

18-07-2010 von Radioredaktion

Lange Zeit waren Kirche und Theater eng miteinander verbunden, diente das Theater durchaus dazu, Inhalte des Glaubens darzustellen. Im Mittelalter gab es Mysterienspiele, die Jesuiten bedienten sich der Theaterbühne, und in Spanien existierte eine besondere Form geistlicher Stücke, die am Fronleichnamsfest aufgeführt wurden. Pedro Calderón de la Barca war einer bedeutendsten Autoren solcher Stücke, das bekannteste dürfte „Das Große Welttheater“ sein.
Dieses Stück wird ab heute abend in Würzburg auf dem Kiliansplatz als Freilichtaufführung gezeigt – Lothar Reichel hat sich mit Regisseur Bernhard Stengele darüber unterhalten.

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Passion in Oberammergau (Teil 1)

23-05-2010 von Radioredaktion

Seit letztem Samstag spielt das oberbayerische Oberammergau wieder die Passion Jesu Christi. Über 400 Jahre alt ist diese Tradition, die auf ein Gelübde während der Pestzeit zurückgeht. Mittlerweile ist daraus ein Großereignis geworden, für das Zuschauer aus der ganzen Welt anreisen. Lothar Reichel war letzte Woche in Oberammergau und hat mit vielen Mitwirkenden gesprochen. In seinem ersten Beitrag kommen Hauptpersonen vor und hinter der Bühne zu Wort, Zugereiste und Einheimische.

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Passion in Oberammergau (Teil 2)

23-05-2010 von Radioredaktion

Seit dem Mittelalter gibt es in Europa Passionsspiele. Ursprünglich wurden sie in Kirchen oder auf Friedhöfen aufgeführt. Das berühmteste und größte ist das von Oberammergau. 1634 spielten die Bergdörfler zum ersten Mal die Geschichte vom Leiden und Sterben Jesu, nachdem sie während einer Pestwelle ein entsprechendes Gelübde abgelegt haben. Das heutige Spiel ist natürlich ein modernes Massenspektakel und wurde im Lauf der Jahrhunderte immer wieder verändert. Auch diesmal hat sich der Regisseur Neues einfallen lassen. Lothar Reichel berichtet aus Oberammergau.

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Passion in Oberammergau (Teil 3)

23-05-2010 von Radioredaktion

Beim Oberammergauer Passionsspiel darf man mitwirken, wenn man im Dorf geboren wurde bzw. direkt nach der Geburt dort aufgewachsen ist oder wenn man mindestens 20 Jahre dort gelebt hat. Natürlich machen nicht alle Oberammergauer beim Spiel mit, aber doch sehr, sehr viele – auf und hinter der Bühne. Manche Rollen sind auch bei jungen Leuten heißbegehrt – wie Lothar Reichel bei seinen Gesprächen im Dorf erfahren hat.

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