Beschneidung

15-07-2012 von Radioredaktion

Seit Anfang Mai wird um ein kleines Stückchen Haut an einer wichtigen Stelle des Mannes heiß diskutiert. Es geht um die Beschneidung der Vorhaut. Das Landgericht in Köln kam nämlich zu der Auffassung, dieser Eingriff aus religiösen Gründen sei eine „rechtswidrige Körperverletzung“.
Groß war und ist der Aufschrei vor allem in jüdischen Kreisen, in der das Ritual der Beschneidung einer sehr hohen Stellenwert hat.
Bevor wir uns näher mit dem aktuellen Urteil und seinen Folgen beschäftigen, lassen wir eine Rabbinerin zu Wort kommen, die erklärt, wie Beschneidungen bei ihr in der jüdischen Gemeinde in Frankfurt ablaufen.
Petra Langer hat sich in dieser Woche bei ihr schlau gemacht…

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Beschneidung: Kölner Urteil

15-07-2012 von Radioredaktion

Groß ist aktuell die Aufregung um das Thema Beschneidung vor allem in jüdischen Kreisen – von der europäischen Rabbinerkonferenz bis zu Vertretern der jüdischen Gemeinden vor Ort. Sie alle empören sich über ein Urteil des Kölner Landgerichts, bei dem es eigentlich um einen muslimischen Jungen ging.
Wir versuchen so kurz und so juristisch korrekt wie möglich, den Fall zu rekapitulieren: Der muslimische Junge wurde im Alter von vier Jahren beschnitten, so wie es im Islam Brauch ist. Es kam zu einer Nachblutung. Der Junge ging mit seiner Mutter ins Krankenhaus. Der behandelnde Arzt hatte den Eindruck, die Mutter sei nicht einverstanden mit dem Eingriff und verständigte die Polizei. Der juristische Apparat kam in Bewegung, der Vorwurf der „gefährlichen Körperverletzung“ stand im Raum. Vor dem Amtsgericht wurde der Arzt zunächst frei gesprochen. Es ging aber weiter mit der nächsten Instanz, dem Kölner Landgericht.
Zu welchem Urteil der dortige Richter kam, berichtet Petra Langer. Außerdem wird die liberale Rabbinerin Elisa Klapheck aus Frankfurt das Urteil aus ihrer Sicht kommentieren.

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Die jungen Alten

15-07-2012 von Radioredaktion

Bisher hat sich die Kirche zurückgelehnt – spätestens wenn die Schäfchen alt wurden, sind sie zurück gekommen zu Mama Kirche. Doch die neuen Alten sind zu jung für den Bibelabend, zu selbstbewusst fürs Kaffeekochen und zu kompetent, um den Kirchenboten austragen. Wenn die Kirche nicht reagiert, geht ihr die komplette Großelterngeneration der 68iger verloren – und mit ihnen deren Kinder und Enkel – aber was wollen diese jungen Alten denn?
Christoph Lefherz hat nachgefragt.

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Wiederverheiratet Geschiedene

01-07-2012 von KNA-Hörfunkredaktion

Der Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen – ein heißes Eisen, das die gesamte Kirche und die katholischen Bischöfe in Deutschland in diesen Tagen und Wochen besonders umtreibt. Haben sich doch in einigen Bistümern Pfarrerinitiativen gebildet, die nicht nur einen anderen Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen fordern. Sie bekennen auch offen, dass sie in ihren Gemeinden Katholiken zur Kommunion zulassen, die in zweiter Ehe leben. Auch wenn das gegen das Kirchenrecht verstößt. Ein Dilemma – denn auf der einen Seite will niemand an der Unauflöslichkeit der Ehe rütteln. Auf der anderen Seite aber suchen viele neue Wege in der Seelsorge für diese immer weiter wachsende Gruppe.
Gottfried Bohl fasst den aktuellen Stand zusammen einschließlich der Position des Papstes.

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Umfragen zu Kirchenaustritten

01-07-2012 von Radioredaktion

Zum Ende der Woche hat die katholische Kirche Deutschlands die neuesten statistischen Zahlen bekanntgegeben, unter anderem die der Kirchenaustritte im Jahr 2011. Das ist immer ein heikles Thema, weil natürlich keine Organisation gerne Mitglieder verliert. Von den 24, 5 Millionen Katholiken in Deutschland sind gut 120 000 ausgetreten, das sind 30 Prozent weniger als noch das Jahr zuvor. Auch im Bistum Würzburg ist die Zahl der Austritte zurück gegangen: Von 6455 im Jahr 2010 auf 3900 im letzten Jahr. Man kann diese – wie alle Zahlen – so oder so interpretieren: negativ oder positiv. Fakt ist jedenfalls: Es treten Menschen aus den Kirchen aus, aber die allermeisten tun es eben nicht. Wir haben eine kleine Umfrage auf den Straßen Würzburgs versucht – eine Umfrage, die zufällig war, zwischen katholisch und evangelisch nicht unterscheidet und ein recht gemischtes Bild vermittelt. Die Frage war: Haben Sie schon einmal daran gedacht, aus der Kirche auszutreten?

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Rabbinerin Elisa Klapheck

17-06-2012 von Radioredaktion

In der katholischen Kirche ist das Priesteramt für Frauen bislang tabu. Für evangelische Christen sind Frauen im Talar eine Selbstverständlichkeit. In den jüdischen Gemeinden gab es in Deutschland 1935 die erste Rabbinerin. Heute sind es Deutschland weit fünf Frauen, die sich während des Gottesdienstes die Kippa aufsetzen und den Gebetsschal über die Schulter legen.
In dieser Woche war Rabbinerin Elisa Klapheck aus Frankfurt als Referentin an die Uni Würzburg eingeladen.
Petra Langer wollte sie unbedingt kennenlernen, zumal sie bisher nur einen männlichen Kollegen von ihr getroffen hat, den Würzburger Rabbiner Jakob Ebert.

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