Russische Juden

22-07-2012 von Radioredaktion

Seit 1991 sind fast 28.000 sogenannte „Kontingentflüchtlinge“ aus den russischsprachigen Ländern nach Bayern gekommen. In einer Ausstellung zeigen jetzt einige von ihnen, was sie vor über 10 Jahren mitgebracht haben – das sind zum Teil Alltagsgegenstände, aber auch sehr persönliche Dinge. Martina Klecha hat die Ausstellung besucht und sich mit einigen Neubayern unterhalten.

Die Ausstellung „Von ganz weit weg – Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion“ ist noch bis 27. Januar 2013 im Jüdischen Museum in München zu sehen.

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Lena Gorelik

22-07-2012 von Radioredaktion

Eine Ausstellung im Jüdischen Museum in München gibt derzeit Einblick in das Leben von sogenannten Kontingentflüchtlingen, die in den 1990er Jahren von Russland nach Bayern kamen.
Auch in der jüdischen Gemeinde in Würzburg haben viele jüdische Russen eine neue Heimat gefunden.
Im dortigen Kulturzentrum Shalom Europa finden immer wieder Veranstaltungen statt, die über jüdisches Leben informieren.
Vor einiger Zeit war die junge Autorin Lena Gorelik zu Gast. Sie gehört auch zu den „Kontingentflüchtlingen“, ist 1981 in Sankt Petersburg geboren und kam 1992 mit ihrer russisch-jüdischen Familie nach Deutschland. 2004 erschien ihr erster Roman „Meine weißen Nächte“.
Petra Langer hat Lena Gorelik getroffen, die ihr erst mal eine kurze Passage aus ihrem Roman vorgelesen hat.

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Beschneidung

15-07-2012 von Radioredaktion

Seit Anfang Mai wird um ein kleines Stückchen Haut an einer wichtigen Stelle des Mannes heiß diskutiert. Es geht um die Beschneidung der Vorhaut. Das Landgericht in Köln kam nämlich zu der Auffassung, dieser Eingriff aus religiösen Gründen sei eine „rechtswidrige Körperverletzung“.
Groß war und ist der Aufschrei vor allem in jüdischen Kreisen, in der das Ritual der Beschneidung einer sehr hohen Stellenwert hat.
Bevor wir uns näher mit dem aktuellen Urteil und seinen Folgen beschäftigen, lassen wir eine Rabbinerin zu Wort kommen, die erklärt, wie Beschneidungen bei ihr in der jüdischen Gemeinde in Frankfurt ablaufen.
Petra Langer hat sich in dieser Woche bei ihr schlau gemacht…

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Beschneidung: Kölner Urteil

15-07-2012 von Radioredaktion

Groß ist aktuell die Aufregung um das Thema Beschneidung vor allem in jüdischen Kreisen – von der europäischen Rabbinerkonferenz bis zu Vertretern der jüdischen Gemeinden vor Ort. Sie alle empören sich über ein Urteil des Kölner Landgerichts, bei dem es eigentlich um einen muslimischen Jungen ging.
Wir versuchen so kurz und so juristisch korrekt wie möglich, den Fall zu rekapitulieren: Der muslimische Junge wurde im Alter von vier Jahren beschnitten, so wie es im Islam Brauch ist. Es kam zu einer Nachblutung. Der Junge ging mit seiner Mutter ins Krankenhaus. Der behandelnde Arzt hatte den Eindruck, die Mutter sei nicht einverstanden mit dem Eingriff und verständigte die Polizei. Der juristische Apparat kam in Bewegung, der Vorwurf der „gefährlichen Körperverletzung“ stand im Raum. Vor dem Amtsgericht wurde der Arzt zunächst frei gesprochen. Es ging aber weiter mit der nächsten Instanz, dem Kölner Landgericht.
Zu welchem Urteil der dortige Richter kam, berichtet Petra Langer. Außerdem wird die liberale Rabbinerin Elisa Klapheck aus Frankfurt das Urteil aus ihrer Sicht kommentieren.

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Rabbinerin Elisa Klapheck

17-06-2012 von Radioredaktion

In der katholischen Kirche ist das Priesteramt für Frauen bislang tabu. Für evangelische Christen sind Frauen im Talar eine Selbstverständlichkeit. In den jüdischen Gemeinden gab es in Deutschland 1935 die erste Rabbinerin. Heute sind es Deutschland weit fünf Frauen, die sich während des Gottesdienstes die Kippa aufsetzen und den Gebetsschal über die Schulter legen.
In dieser Woche war Rabbinerin Elisa Klapheck aus Frankfurt als Referentin an die Uni Würzburg eingeladen.
Petra Langer wollte sie unbedingt kennenlernen, zumal sie bisher nur einen männlichen Kollegen von ihr getroffen hat, den Würzburger Rabbiner Jakob Ebert.

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Weibliche Gottesbilder

17-06-2012 von Radioredaktion

„Gott weiblich“ – so nennt sich eine Ausstellung, die aktuell in der evangelischen Stephanskirche in Würzburg läuft. Sie gibt einen guten Einblick, wie sich Menschen im Alten Orient Gott vorgestellt haben. Häufig als kraftvolle Frauen, die selbstbewußt ihre Weiblichkeit zur Schau stellen.
Begleitend zur Ausstellung gibt es eine Vortragsreihe in der Universität Würzburg. Immer montags um 19 Uhr werden verschiedene Facetten betrachtet.
Jetzt am vergangenen Montag war die jüdische Rabbinerin Elisa Klapheck aus Frankfurt als Referentin eingeladen.
Petra Langer hat sich nach Vortrag über „Rabbinische Vorstellungen von Gottes Weiblichkeit“ mit ihr unterhalten.

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